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Gesundheitliche Vorzüge

Eine vegane Ernährung trägt enorm zur Verbesserung Ihrer Gesundheit bei. Sie basiert auf einer großen Vielfalt pflanzlicher Lebensmittel, die nicht nur sättigen, sondern auch sehr lecker sind.

Veganer*innen essen keinerlei Tierprodukte, also kein Fleisch, keinen Fisch, kein Geflügel, keine Eier und keinerlei Milchprodukte. Die großen Ernährungsgesellschaften aus den USA, Kanada und jetzt auch Australien empfehlen diese Ernährungsweise uneingeschränkt für jedes Alter und jede Lebenssituation. In den letzten Jahren wurden auch immer mehr Studien veröffentlicht, die belegen, dass die vegane Ernährung enorm positive Auswirkungen auf chronische Erkrankungen hat.

Ein gesundes Herz

Die vegane Ernährung enthält kein Cholesterin, da dies nur in tierlichen Nahrungsmitteln vorkommt. Auch unser Körper stellt so viel Cholesterin her, wie wir selbst benötigen. Das ist einer der Gründe, warum Veganer*innen ein niederigeres Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle haben. Darüber hinaus enthalten pflanzliche Lebensmittel auch deutlich weniger gesättigte Fettsäuren. Wer zusätzlich seinen Ölverbrauch minimiert, kann erstaunliche Erfolge in der Stabilität von Blutdruck und Arteriengesundheit erreichen. Die sogenannte Arteriosklerose, also die teilweise Blockierung der Blutgefäße kann dadurch sogar wieder rückläufig werden, wie Langzeitstudien u.a. von Dr. Campbell Esselstyn zeigen. Er ist einer der renommiertesten Ärzte der USA und hat auch Bill Clinton bei der Umstellung auf eine vegane Ernährung begleitet.

Das pflanzliche Eiweiß – über viele Jahre als minderwertig betrachtet – scheint ebenfalls zur Herzgesundheit beizutragen, da es ebenfalls zur Senkung der Cholesterinwerte beiträgt. Studien zeigen, dass eine fettarme vegane Ernährung jeder anderen Ernährungsweise überlegen ist.

Blutduck

Seit Jahrzehnten gibt es Studien, die belegen, dass Vegetarier*innen niedrigere Blutdruckwerte haben als Allesesser*innen. Wer sich auf eine vegane Ernährung umstellt und Blutdruckmedikamente nimmt, sollte im engen Kontakt mit dem Arzt bleiben, da sich der Blutdruck oftmals innerhalb weniger Wochen selbst reguliert und Blutdruck senkende Medikamente abgesetzt werden müssen.

Diabetes

Eine vegane Ernährung liefert das Optimum an komplexen Kohlehydraten, die zusammen mit den Faser- oder Ballaststoffen den Blutzucker stabil halten und den Körper mit Energie versorgen. Faserstoffe kommen übrigens ausschließlich in pflanzlicher Nahrung vor. Die Angst vor Kohlehydraten ist unberechtigt, tatsächlich sind vollwertige Nahrungsmittel mit komplexen Kohlehydraten, gepaart mit einer deutlichen Fettreduktion die wichtigsten Garanten für die stabile Senkung des Blutzuckers. Viele Menschen konnten nach der Umstellung auf eine konsequente vegane Ernährung ihre Medikamente reduzieren oder ganz absetzen, einschließlich des Insulins. Bei Diabetes Typ-1 kann ebenfalls eine Verringerung des Insulinbedarfs erreicht werden, darüber hinaus ist die vegane Ernährung ein wichtiger Schutz für die Folgeschäden, die als fast schon unabänderliche Konsequenz der Erkrankung angesehen werden. Diese Folgeschäden sind u.a. Herz-Kreislauferkrankungen, Schlaganfälle, Erblindung und die diabetische Neuropathie.

Krebsvorsorge

Die vegane Ernährung verringert das Risiko einer Krebserkrankung deutlich. Manche Krebsarten sind davon mehr betroffen als andere. Neben den verschiedenen Darmkrebsarten sind das z.B. Brustkrebs, Prostatakrebs, Pankreaskrebs aber auch Gebärmutter- und Eierstockkrebs.

Manche Langzeitstatistiken zeigen, dass Brustkrebs in Ländern, in denen sich die Menschen eher pflanzenbasiert ernähren, seltener vorkommt als in den Ländern mit hohem Konsum von Fleisch, Eiern und Milchprodukten. Dies ist keine genetische Komponente, denn wenn die Menschen aus diesen Ländern eine westliche Ernährungsform beginnen, steigen die Brustkrebsraten deutlich an.

Der Grund für die Schutzwirkung der veganen Ernährung liegt darin, dass sie erst einmal weniger Fett und deutlich mehr Faserstoffe enthält als eine Ernährung mit Tierprodukten. Darüber hinaus enthalten Pflanzen sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe, das sind phytochemische Substanzen, die Krebs verhüten und bekämpfen. Dazu gehören z. B. Beta-Carotin und Lycopene. Das Fehlen tierischer Hormone aus Fleisch und Milch trägt dazu bei, das Risiko für hormonsensitive Krebsarten wie Prostata- oder Brustkrebs zu senken.

Der Calcium-Mythos

Interessanterweise haben Veganer*innen ein deutlich niedrigeres Risiko für Osteoporose, Nieren- oder Gallensteine. Gerade die in Deutschland immer noch ständig ausgesprochene Empfehlung, Milchprodukte zu sich zu nehmen, führt zur Entstehung von Osteoporose, da die Verstoffwechselung tierischen Eiweißes mehr Calcium erfordert als Milch oder Käse liefern können. Bis zu 4% der Knochenmasse können pro Jahr dadurch abgebaut werden. Deshalb ist das Vorkommen von Osteoporose am höchsten in den Ländern, in denen die meisten Milchprodukte verzehrt werden. Die pflanzliche Ernährung liefert reichlich Calcium: grünblättriges Gemüse, Getreide Hülsenfrüchte, Nüsse, Saaten oder Trockenfrüchte – sie alle enthalten Calcium.

Übrigens ist für die Aufnahme von Calcium Vitamin D unerlässlich. Das betrifft alle Menschen, nicht nur Veganer*innen. Ein Mangel ist nicht spürbar – hier ist eine Blutuntersuchung zu empfehlen, da in Deutschland ca 60-80% der Menschen einen Mangel an diesem Vitamin haben.

Der Eisen-Mythos

Pflanzliches Eisen wird nicht so intensiv vom Körper aufgenommen, wie Eisen aus Tierprodukten, wird seit Jahren behauptet und wer sich vegan ernährt, leidet fast schon automatisch unter Eisenmangel. Seit 2009 wissen wir allerdings aus mehreren Studien, dass das sogenannte Häm-Eisen, das Eisen aus Tierblut an der Entstehung von Darm-, Prostata- Eierstock- und Brustkrebs mit beteiligt ist. Unser Körper kann reguliert übrigens die Aufnahme von pflanzlichem Eisen nach seinem Bedarf, tierisches Eisen kann diese Regulationsmechanismen umgehen und unseren Körper ungebremst überschwemmen. Auch das kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Die Aufnahme von pflanzlichem Eisen wird durch die gleichzeitige Aufnahme von Vitamin C um das 5-fache gesteigert. Wie gut, dass Mutter Natur Eisen und Vitamin C zusammen in viele pflanzliche Lebensmittel gesteckt hat, darunter alle grünblättrigen Gemüsesorten und alle rot-orangenen Gemüse und Obstsorten.

Die Umstellung ist einfach

Eine gut geplante, abwechslungsreiche vegane Ernährung versorgt Sie mit allen erforderlichen Nährstoffen. Getreide, Hülsenfrüchte aber auch alle Gemüse enthalten Eiweiß und Eisen. Grünblättriges Gemüse, Hülsenfrüchte und Nüsse sind ausgezeichnete Calciumquellen, selbst ohne auf angereicherte Produkte wie Pflanzendrinks oder Säfte zuzugreifen.

Einzig das Vitamin B12, das von Bakterien hergestellt wird und deshalb häufig in Tierprodukten vorkommt, sollte zusätzlich durch Ergänzungsmittel zugeführt werden. Allerdings leiden auch viele Allesesser*innen unter einem B12-Mangel. Alles zu diesem Thema finden Sie ganz ausführlich auf der Website des Bund für Vegane Lebensweise.

Manche Menschen machen einen mehrwöchigen Selbstversuch und ernähren sich in dieser Zeit vollständig vegan, um selbst zu spüren, wie es sich anfühlt. Andere ziehen es vor, sich schrittweise umzustellen. Dabei herrscht der Glaube vor, man müsse erst Vegetarier*in werden und dann den nächsten Schritt gehen. Tatsächlich ist das nicht die beste Idee. Wer einfach nur auf Fleisch verzichtet, neigt dazu, das mit Käse auszugleichen anstatt pflanzliche Alternativen zu suchen. Aus diesem Grund und weil Milch- und Milchprodukte für eine Vielzahl weiterer Erkrankungen im Focus stehen, gelingt eine schrittweise Umstellung leichter, wenn Sie zuerst die Milchprodukte aus Ihrer Ernährung eliminieren und dann die Fleisch- und Wurstwaren in Angriff nehmen. Fisch und Eier bereiten dann im Allgemeinen überhaupt kein Problem mehr.

Wenn Sie mehr wissen möchten: der Film Gabel statt Skalpell bietet einen guten Überblick über die gesundheitlichen Vorzüge der veganen Ernährung.

Ansonsten besuchen Sie uns doch einfach beim offenen Stammtisch, immer am 3. Donnerstag eines Monats. Der Ort wechselt, aber die Termine finden Sie immer hier auf der Website. Wir sind offen für Ihre Fragen.

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