Veranstaltungen

  • Keine Veranstaltungen

Stellungnahme zum Jagdgatter Lüdersburg

Mächtiger Keiler, der sich sogar streicheln lässt. Foto aus dem Jagdgatter Lüdersburg von Thomas Mitschke, NaBu.

Mächtiger Keiler, der sich sogar streicheln lässt. Foto aus dem Jagdgatter Lüdersburg von Thomas Mitschke, NaBu.

Das Töten als Sportart ist ethisch und ökologisch niemals zu rechtfertigen. Die Vorgänge im Jagdgehege Lüdersburg empören uns und wir lehnen die dortigen Praktiken vollständig ab. Wildtiere in einem Gatter gefangen zu halten, so wie es im Jagdgatter Lüdersburg geschieht, um sie Jagdgästen zum Abschuss zu präsentieren, ist abscheulich. Ebenso verwerflich wie jährlich tausende von Enten  auszusetzen, um dann jedem zahlenden Gast mindestens 200 davon zu garantieren. Man wagt kaum, sich vorzustellen, wie es bei einem solchen Treiben zugehen mag. Wer zahlt, darf töten. Sinn und Verstand scheinen hier keinen Ort zu haben – Mitgefühl sowieso nicht.

Dem Anwalt der Freiherr von Sproeken GmbH & CO. KG, Herrn Florian Asche, ist zu verdanken, dass die Hintergründe dieses Jagens jetzt auch öffentlich sind. Beim Lesen seines Werkes “Jagen, Sex und Fleisch essen” will man sich unwillkürlich die Hände waschen. Zitat aus dem Klappentext: “…ein Buch gegen den Dreiklang des postsozialistischen, pseudoemanzipierten Ökoterrors… deckt anhand schonungsloser Beispiele die uralten Parallelen zwischen Bordell und Pirsch, Bett und Hochsitz, Potenz und Rohrkrepierer auf und beweist: Eine gute Jagd macht Spaß, wie guter Sex befriedigt und Fleisch einen hungrigen Magen wohlig satt macht.” Diese “erbauliche” Schrift ist u. a. im katholischen Weltbild Verlag zu haben. Gehört Gewalt gegen Frauen und Tiere ins Weltbild des Verlags? Gehört Gewalt zur akzeptierten Freizeitbeschäftigung?

Wir fordern den Landkreis Lüneburg auf, dieses Treiben zu unterbinden, das Jagdgatter zu schließen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Wir unterstützten die Forderungen des BUND Elbe-Heide und des Nabu Lüneburg.

Schauen Sie sich auch den Bericht des NDR an und urteilen Sie selbst. Weitere Informationen und Neuentwicklungen finden Sie auch auf den Seiten des Nabu-Lüneburg sowie des BUND.

2239 Besuche gesamt 1 Besuche heute

Kommentare geschlossen.